Turbinendelta

 

,,Green Mamba"

Bauherr: André Funke

Technische Daten:

 

Spannweite ca.1100mm

Profil: Vollsymetrisch

Gewicht: Vollgetankt ca. 5000g (Turbinenmodell)

Turbine: Kingtech K70G Restart

Empfänger: Jeti Duplex R6 EPC

Telemetrie: Jeti Duplex MGPS

Empfängerstrom: 2S Lipo 2500mAh

Servo´s: 3x KST X10 MG HV Digitalservo

Treibstoff: Diesel + 5% Turbinenöl

Kraftstoffvolumen: ca.1 Liter

 

GPS Messung vom 25.5.19  501 kmh

GPS Messung vom 26.5.2019  571 kmh bei 7kn Rückenwind

 

 

Ausgangsmodell: 80.er Jahre Verbrenner Delta Bausatz

                          von Der Holzflieger

 

https://der-holzflieger.de/Flugmodelle-Holzbaukaesten--RC-Flugzeuge-Holzmodelle--Holzmodelle/Nurfluegler/80-er-Jahren-Delta-Bausatz-108-cm-102.html

 

Bauanleitung 80.er Jahre Delta.pdf
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Vorwort

Ich möchte hier nur die Änderungen zur originalen Konstruktion aufzählen und eine kleine Beschreibung dazu abgeben.

Die Änderungen zum Original habe ich nur gemacht, um nach Bauchgefühl die Ansprüche an ein Turbinenmodell gerecht zu werden. z.B. erhöhtes Gewicht, höhere Geschwindigkeit und

größere G-Kräfte.

Rumpfmittelteil:

Das waagerechte Akku/Tankbrettchen zwischen den innersten

Rippen wurde nach unten versetzt um Platz für den

Beuteltank zu bekommen

Bild 1 Original. Bild 2/3/4 versetzt.

Hauptholm:

Dieser wurde mit 0,8mm Birkensperrholz verkastet.

Über und unter dem Holm wurde noch eine 10cm breite CFK-Matte über die gesamte Spannweite einlaminiert

 

Endleiste des Rumpfes:

Hier habe ich einen CFK-Stab 10x0,5x1000mm + 2x 5 cm (links und rechts) angeklebt.

Rumpfnase:

Diese ist im 3D Drucker entstanden und wurde so bearbeitet, das sie zwischen den zwei mittelsten Rippen an die ehem. Firewall passt.

Seitenleitwerke:

Die Seitenleitwerke wurden links und rechts                             von der Turbine platziert. 

Die Seitenleitwerke bestehen aus einer 1,5 mm dicken CFK-Platte und eine Balsa Beplankung.

Zur Befestigung der Leitwerke wurde die Rippe hinter den Holm gedoppelt und die CFK-Platte dazwischen gesteckt.

Die Rippen in dem das Leitwerk steckt, wurden dann verkastet. Auf der einen Seite das Servobrett und der Rest mit

Kiefernleisten. Die Beplankung erhöht dann auch noch die Festigkeit.

Beplankung:

Die Beplankung besteht aus 1,5 mm dicken Balsabrettern und

einer Bespannung mit Koverall.

Gleichzeitig zur Beplankung wurde noch die Abdeckung für den Rumpfzugang erstellt.

Das Koverall habe ich nach der Bauanleitung des ,,Speedy XL" von ,,der Holzflieger" aufgebracht, 

d.h. das Koverall wird an den äußeren Rändern mit zuvor aufgetragenem Heißsiegelkleber angebügelt und dann mit dem

Heißluftfön glatt geschrumpft.

An der Endleiste wurden noch 15 cm Überstand des Koverall stehen gelassen, um später die Ruder damit anzuschlagen.

Danach wird die Oberfläche mit dünnem Harz gut getränkt und mit einem saugfähigen Tuch wieder abgewischt, bis die Oberfläche nur noch Seidenmatt glänzt. 

Diese Technik ist total genial und eine super Vorbereitung für das Finish.

Die Ruder:

Die Ruder wurden wegen den zu erwartenden Kräften aus Balsa-Vollholz in drei Lagen mit CFK-Stabeinlage (10mmx0,5mmxRuderblattlänge) laminiert.

Nach dem Schleifen wurden die Ruder wieder mit Heißsiegelkleber bestrichen und nach dem Anbügeln mit Harz getränkt und abgewischt. Hier ist zu beachten, dass kein Harz in den Scharnierbereich kommt. Mit dem Folienbügeleisen kann man dann noch die Beweglichkeit des Ruders durch Erhitzen des Scharniers einstellen.

 

 

Turbinenaufnahme:

Meine neue Turbine war noch nicht da und ich konnte nicht weiter machen! Schlecht! Doch da ich die Abmessungen der Turbine hatte, so druckte ich mir eine Attrappe und schon konnte es weiter gehen.

Für die Aufnahme verwendete ich Kiefernleisten, da sie mir wegen ihrer Fasernlänge besser geeignet erschienen als Buchenholz, das doch sehr hart ist.

Um die Kräfte der Turbine besser in das Modell einleiten zu können, ist die Aufnahme direkt von hinten an den Holm geklebt und geschraubt worden.

Für die Auflage der Beplankung ist dann noch ein kleiner Kranz aus Balsa an die Aufnahme geklebt worden.

Der Flitschhaken und die Auslösekupplung:

Um den Flitschhaken zu befestigen, habe ich das waagerechte Brettchen zwischen den Mittelrippen bis auf Unterkante aufgedoppelt und dann von innen M3 Einschlagmuttern eingebaut. Auf dem 3. Bild sieht man unter der Beplankung noch die Aufdopplung.

Der Haken sitzt ca. 8 cm vor dem Schwerpunkt.

Auf dem 5/6. Bild sind vier Schrauben zu sehen, die senkrecht aus der Beplankung heraus stehen. (Sollen die Löcher sauber halten)

Die hinterste in Flugrichtung ist der Schwerpunkt und die anderen drei die Befestigung für den Haken.

Die Auslösekupplung stammt aus dem Modellsegelflug und soll das Delta mit gespannten Gummi an Ort und Stelle halten, in dem es ein dünnes Stahlseil fest hält, das in der Startbahn verankert ist.

Nach dem Hochfahren der Turbine wird die Kupplung durch ein Servo (KST X10) ausgelöst.

Das Stahlseil wird durch ein 10mm Aluröhrchen von unten in die Kupplung eingeführt und verriegelt. Auf manchen Bildern ist das kleine Loch vor der Endleiste zu sehen.

Das Servo auf dem 12. Foto wurde noch durch besagtes ersetzt.

Ruderservos:

Die Ruderservos wurden in einem stabilen Rahmen mit Gegenlager verbaut. 

Das Servobrett wurde ja schon bei den Seitenleitwerken erwähnt. Es hat eine tragende Funktion für das Servo und das Leitwerk. Als Gestänge wurden M3 Gewindestange mit je zwei Kugelköpfen verbaut. In die Ruder sind je doppelt ausgeführte Ruderhebel eingeharzt.

Tank und RC Einbau:

Der Tank ist ein 1Liter Beuteltank von Richter. Auch der Tankverschluss ist von Richter. Er wurde in das Mittelteil des Rumpfes über dem Schwerpunkt eingebaut. Dazu wurden die zwei mittelsten Rippen in Längsrichtung geschlitzt. Diese geschlitzten Rippen wurden noch mit je einer 1mm CFK-Platte, die auch geschlitzt ist verstärkt.

Der Beuteltank wird an seinem Hals durch eine GFK-Platte gehalten.

Unter dem Beuteltank verlaufen die Zuleitungen zur Turbine und dem Auslöseservo.

Vor dem Beuteltank wurde die ECU, Jetiempfänger, Kugelhahn, Kraftstofffilter und der Einschalter verbaut.

Die Kraftstoffpumpe sitzt wegen Platzmangel und zum besseren ein und ausbauen in einem Pappelholzkasten, der von vorne in die Rumpfnase bis zum Innenraum eingeschoben wird.

In dem Kasten sitzt noch der 3S Lipo für die Unilight-Beleuchtung, das MGPS und davor der 3S Life Akku für die Turbine und der 2S Lipo für die RC-Anlage.

Finish bzw. Folierung:

Ich habe mich für Autofolie entschieden, da diese deutlich robuster ist als herkömmliche Folie.

Das höhere Gewicht nehme ich bei diesem Jet in Kauf.

Die Kanten der Folie habe ich mit Knifeless Tape geschnitten,

um mit dem Cuttermesser keine Sollbruchstellen zu erzeugen.

Die Unterseite wurde mit Carbonimitatfolie bespannt. Diese ist noch ein bisschen dicker als die Folie der grünen Oberseite.

Ruder und Seitenleitwerke haben eine Auto-Chromfolie bekommen.

Bei den Seitenleitwerken bleibt die schmale Oberkannte und die Hinterkante unfoliert.

Die Turbinenaufnahmen haben eine Carbon Selbstklebefolie bekommen.

Zum Schluss wurde noch das Dekor aufgebracht.

Für das Dekor und andere Sachen bedanke ich mich bei meinem Fliegerfreund Martin! Danke!

 

Positionslichter:

Die Positionslichter habe ich im Bundles bei Unilight gekauft.

Das STROBE-Large Beleuchtungsset hat richtig Power und trägt

dadurch sehr zur richtigen Lageerkennung bei.

Die Kabel liegen bis hinter dem Randbogen und sind mit einem Draht verbunden, der im Durchgangsloch angeheftet wurde.

Nach der Bespannung habe ich das Loch aufgeschnitten und mit einer spitzen Zange den Draht mit dem Kabel dran heraus geholt. LED´s installieren und fertig!

Das Steuerteil sitzt seitlich/oberhalb vom Beuteltank.

Die Turbine:

Den Turbinentyp habe ich schon oben beschrieben.

Vielleicht werden die Anschlüsse an der Turbine irgend wann mal vom Hersteller Stromlinienförmig ausgeführt!

Die Kabel und die Spritleitung habe ich durch Karosseriestopfen geführt, in denen ich ein entsprechendes Loch gestanzt habe.

Unter die Turbine habe ich noch Alutape als Schutz aufgeklebt.

Der Erstflug:

Das Flitschen mit ca. 10kg Zug funktioniert sehr gut. Man sollte aber nicht vergessen die Höhe gezogen zu halten.

Ein 6cm hoher und 25cm langer Keil der aus einer 5cm dicken EPP-Platte geschnitten wurde, gestaltet das Abheben des Deltas erheblich leichter. Der Keil wird zwischen Flitschschnur und dem Modell geklemmt.

Da ich nicht wusste wie das Modell reagieren wird, habe ich auf Höhe und auf Quer je einen 3-Stufenschalter programmiert.

Die Schalter belegte ich mit je 3 Dualrate-Einstellungen (ca.80%,60%,40%).

Der Erstflug fand mit 80% Dualrate Höhe und 60% Dualrate Quer statt. Nach der ersten Kurve bin ich bei Quer auf 40% zurück. Höhe ist geblieben. 

25% Expo sind noch bei Höhe und Quer dazu gekommen.

Jetzt läuft´s wie auf Schienen!

Das einzig Gewöhnungsbedürftige ist, das die Turbine schon im Gegenanflug zum Landen abgeschaltet werden muss.

Also nur einen Versuch!!!

Ende!

 

Danke für ihr Interesse!

 

Letzte Aktualisierung

 

06.10.2019

 

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